Offene Bauweise

Rund zwei Kilometer der neuen Strecke verlaufen unterirdisch in einem zweigleisigen Tunnelbauwerk. Dieser neue S-Bahn-Tunnel wird aufgrund der lockeren Gesteinsschichten sowie der geringen Überdeckung in offener Bauweise errichtet. Wegen der geringen Bodenüberdeckung kann die Baugrube von oben geöffnet werden.

Dazu muss die Baugrube zuerst seitlich gegen das Erdreich abgesichert werden. Hierfür werden überwiegend Bohrpfähle in das Erdreich getrieben, welche die Baugrube auch gegen Grund- und Sickerwasser absichern. Anschließend kann diese mit einem Bagger ausgehoben werden. Zur Absicherung der Baugrube können auch Spund- oder Schlitzwände zum Einsatz kommen, sofern die Baugrube außerhalb des Grundwasserbereichs liegt.

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In der fertigen Baugrube entsteht anschließend der eigentliche Tunnel in Form eines rechteckigen Rahmenbauwerks. Dieses besteht aus unterschiedlichen Bauteilen. Zunächst erfolgt der Bau des Fundaments, der sogenannten Sohle. Im Anschluss werden die Wände des Tunnels in mehreren Schritten mit wasserundurchlässigem Beton und Bewehrungsstahl errichtet.

Nach Fertigstellung von Sohle und Wänden eines Abschnitts erfolgt der Einbau der Decke. Dabei lagern auf dem sogenannten Schalwagen während der Bauphase Stahl und Beton. Ist der Beton abgebunden, fährt der Schalwagen in das nächste Tunnelsegment. Für den Bau eines zehn Meter langen Abschnitts wird rund eine Woche benötigt.

Während der Bauphase bleibt die Baugrube offen und somit das entstehende Tunnelbauwerk in der Regel sichtbar. Ist der Bauabschnitt fertiggestellt, wird das Tunnelbauwerk bis zur Geländeoberfläche überschüttet.

Grafische Darstellung der offenen Bauweise

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Mit Bohrpfählen, die in das Erdreich getrieben werden, wird die Baugrube gegen abrutschendes Erdreich sowie Grund- und Sickerwasser geschützt.
Mit Bohrpfählen, die in das Erdreich getrieben werden, wird die Baugrube gegen abrutschendes Erdreich sowie Grund- und Sickerwasser geschützt.

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